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Absetzbare Fahrtkosten bei erheblicher Steh- und Gehbehinderung

06.12.10 (Alle Steuerzahler, Mandantenbrief)

Bei Steuerpflichtigen, die unter einer erheblichen Geh- und Stehbehinderung leiden und sich deswegen außerhalb ihrer Wohnung nur mit Hilfe eines Kfz bewegen können, sind grundsätzlich sämtliche Kfz-Kosten, soweit es sich nicht um Werbungskosten oder Betriebsausgaben handelt, als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen. Hierzu gehören nicht nur die unvermeidbaren Kosten zur Erledigung privater Angelegenheiten, sondern auch die Kosten für Erholungs-, Freizeit- und Besuchsfahrten. Für sämtliche Aufwendungen gilt aber, dass sie einen angemessenen Rahmen nicht übersteigen dürfen. Dies geht aus einem Urteil des Finanzgerichts (FG) Schleswig-Holstein hervor.

Die Angemessenheit sei insbesondere nach der Höhe der Fahrleistung, nach der Art und dem Charakter der durchgeführten Fahrten sowie unter Berücksichtigung der vom Steuerpflichtigen benutzten Wagenklasse zu bestimmen, so das FG. Es verweist auf die ständige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes. Danach sei eine jährliche Fahrleistung von mehr als 15.000 Kilometern in aller Regel nicht mehr als angemessen zu beurteilen. Eine solche Fahrleistung entspreche den privaten Fahrgewohnheiten der Mehrheit der Autobenutzer nicht, erläutert das FG.

Finanzgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 03.12.2009, 1 K 46/07

Quelle: Mandantenbrief – Dezember 2010, Seite 4
AM

 


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