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Außergewöhnliche Belastung: Beträge unterhalb der individuellen Grenze werden nicht abgezogen

13.10.11 (Tagestipp)

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass Aufwendungen für die krankheitsbedingte Unterbringung eines Angehörigen grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden können. Allerdings nur die Summe, die die so genannte zumutbare Belastungsgrenze übersteigt. Im konkreten Fall musste der Vater einer Frau nach einem Schlaganfall in einem Heim untergebracht werden. Unterm Strich ging es um rund 1.300 Euro, die das Sozialamt von der Tochter erstattet verlangte. Diese Summe stelle zwar einen Aufwand dar, der einem Steuerpflichtigen für die krankheitsbedingte Unterbringung eines Angehörigen in einem Altenpflegeheim als Krankheitskosten und somit „außergewöhnlich“ entstehe, so der BFH. Bliebe diese Summe (wie hier) aber unterhalb der individuellen Belastungsgrenze (hier waren das 6 % des Gesamtbetrags der Einkünfte), so dürfe sie nicht abgezogen werden. (BFH, VI R 14/10)

 


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