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Der berufliche Umzug lässt sich ab 2011 besser absetzen

08.02.11 (Angestellte, Mandantenbrief)

Das Finanzamt erkennt beim beruflich bedingten Umzug die Kosten bis zur Höhe der Beträge an, die sich nach dem Bundesumzugskostenge-setz für den öffentlichen Dienst ergeben. Dies geschieht sogar ohne nähere Nachweise. Höhere Beträge werden akzeptiert, wenn die Kosten nachgewiesen werden und nicht privat veranlasst sind. Diese Umzugspauschalen erhöhen sich nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 30. Dezember 2010 für ab dem 1. Januar 2011 beendete Umzüge (Az. IV C 5 – S 2353/08/10007).

Sonstige Umzugsauslagen können über Pauschbeträge geltend gemacht werden. Sie sind nach dem Familienstand gestaffelt und betragen

Für Verheiratete bei Beendigung des Umzugs ab dem 1.1.2009: 1.204 Euro

ab dem 1.7.2009: 1.256 Euro ab dem 1.1.2010: 1.271 Euro ab dem 1.1.2011: 1.279 Euro

Für Ledige bei Beendigung des Umzugs ab dem 1.1.2009: 602 Euro

ab dem 1.7.2009: 628 Euro ab dem 1.1.2010: 636 Euro ab dem 1.1.2011: 640 Euro

Für jede weitere Person gibt es zusätzlich in den einzelnen Zeiträumen 265, 277, 280 beziehungsweise ab Januar 2011 nun 282 Euro. Dieser Zuschlag kann für Kinder oder Verwandte angesetzt werden, die auch nach dem Umzug mit in der neuen Wohnung leben.

Abziehbar sind weiterhin die Kosten für den durch einen Umzug notwendigen zusätzlichen Unterricht. Das sind bei Umzügen

ab dem 1.1.2009: 1.514 Euro ab dem 1.7.2009: 1.584 Euro ab dem 1.1.2010: 1.603 Euro ab dem 1.1.2011: 1.612 Euro

Maßgebend für die jeweilige Höhe der Pauschale ist das Datum, an dem der Umzug abgeschlossen worden ist. Arbeitnehmer können aber auch die tatsächlichen Kaufpreise ansetzen. Dies ist aber insoweit schwierig, als berufliche und private Gründe für die Anschaffung schwer zu trennen sind.

Zudem sind im Rahmen des Umzugs eine Reihe von Aufwendungen als Werbungskosten absetzbar. Das gilt etwa für die Beförderung des Umzugsguts von der bisherigen zur neuen Wohnung inklusive Ein- und Auspacken, Versicherungskosten gegen Transport- und Bruchschäden sowie dem Ersatz von Hausrat, der beim Transport verloren gegangen ist. Fahrtkosten sind mit 30 Cent je gefahrenem Kilometer und Übernachtung sowie Verpflegungsaufwendungen mit den Beträgen für Dienstreisen absetzbar. Diese Pauschalen gelten sogar pro Familienmitglied. Doch damit nicht genug. Mietentschädigungen für die bisherige sowie Miete für die neue Wohnung bis zum Umzug können genauso berücksichtig werden wie der Aufwand für die Suche und Besichtigungsfahrten. Nicht vergessen werden sollten Zeitungsannoncen, Trinkgelder, Ummeldegebühren, Anpassung der Anschlüsse sowie Schönheitsreparaturen im alten Domizil.

Quelle: Mandantenbrief – Februar 2011, Seite 12
AM

 


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