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Steueränderungen 2011: Überblick für den privaten Bereich

28.01.11 (Alle Steuerzahler)

An Neujahr trat eine Fülle von steuerlichen Neuregelungen in Kraft. Nachfolgend angeführt sind die wichtigsten Änderungen im privaten Bereich:

• ƒƒ Der Altersentlastungsbetrag sinkt für Personen, die 2011 das 65. Lebensjahr vollenden, von 1.520 auf maximal 1.444 Euro und von 32,0 auf 30,4 Prozent des Arbeitslohns und der positiven Summe der Einkünfte.

• ƒƒ Ehrenamtliche Vormünder, rechtliche Betreuer und Pfleger erhalten einen Betreuungsfreibetrag, wenn die Aufwandsentschädigung zusammen mit den steuerfreien Einnahmen als Übungsleiter bis zu2.100 Euro im Jahr beträgt. Dafür entfällt der bisher geltende Freibetrag von nur 500 Euro.

• ƒƒ Ab einem Nettoeinkommen von 1.240 Euro sinkt das Elterngeld von 67 auf 65 Prozent ab, und bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von mehr als 250.000 Euro ist der Bezug ausgeschlossen.

• ƒƒ Freistellungsaufträge müssen die Steuer-Identifikationsnummer des Sparers und seines Ehegatten enthalten, damit die rechtmäßige Inanspruchnahme des Sparer-Pauschbetrags besser überprüft werden kann.

• ƒƒ Für Zinsen aus türkischen Anleihen gibt es keine Anrechnung von fiktiver Quellensteuer auf die heimische Abgeltungsteuer mehr.

• ƒƒ Bei der Grunderwerbsteuer steigt der Tarif in Brandenburg, Bremen, Niedersachsen und im Saarland auf mehr als 3,5 Prozent, sofern ein Immobilienkauf ab 2011 erfolgt.

• ƒƒ Die Steuerermäßigung für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen gilt nicht mehr für Maßnahmen, die mit öffentlichen Mitteln, zinsverbilligten Darlehen oder steuerfreien Zuschüssen gefördert werden. Der Ausschluss der steuerlichen Ermäßigung greift aber nur bei tatsächlicher Inanspruchnahme der Fördermaßnahme.

• ƒƒ Bei Erstzulassungen eines Diesel-Pkw ab dem 1.1.2011 gibt es eine Kfz-Steuerbefreiung von maximal 150 Euro, wenn die Euro-6-Abgasstufe erreicht ist.

• ƒƒ Hohe Vorauszahlungen von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen für die Zukunft führen nicht mehr zur sofortigen Steuerersparnis, da sie sich nicht mehr sofort als Sonderausgaben absetzen lassen, sondern erst in dem Jahr, für das sie geleistet worden sind.

• ƒƒ Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der privaten kapitalgedeckten Altersversorgung (Rürup-Rente) werden für 2011 neu hinzu kommende Rentnerjahrgänge mit 62 statt 60 Prozent besteuert.

• ƒƒ Im Gegenzug lassen sich Prämien zu Rentenversicherungen und Rürup-Verträgen mit 72 statt zuvor 70 Prozent absetzen. Die abzugsfähige Höchstgrenze steigt damit um 400 auf 14.400 Euro pro Person.

• ƒƒ Für Neupensionäre sinkt der Versorgungsfreibetrag von 32,0 auf 30,4 Prozent der Versorgungsbezüge und von maximal 2.400 auf 2.280 Euro. Gleichzeitig sinkt der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 720 auf 684 Euro.

Quelle: Mandantenbrief – Februar 2011, Seite 4
AM

 


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