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Steuerfreibetrag in England soll bei geschlossenen Fonds steigen

08.02.11 (Kapitalanleger, Mandantenbrief)

Großbritannien plant, den Steuerfreibetrag für ausländische Anleger ab 2011 um 1.000 britische Pfund (GBP) auf dann 7.475 GBP pro Jahr anzuheben. Das sind umgerechnet rund 9.000 Euro. Nutzen können den Anstieg vor allem Anleger in geschlossene Fonds, die in Immobilien oder Kapitallebensversicherungen investieren. Dabei bietet das Vereinigte Königreich weltweit den höchsten Freibetrag, der kontinuierlich an die Preissteigerung angepasst wird. Dieser permanente Anstieg ist Argument dafür, dass bei der Suche nach einer passenden Auslandsanlage aus Steuersicht kein Weg an der Insel vorbei führt.

Bei einer angenommenen Fondsrendite von jährlich sieben Prozent bleiben damit sogar Beteiligungshöhen bis zu 125.000 Euro ohne Abgaben, und das heimische Finanzamt verlangt über den Progressionsvorbehalt seit 2008 keinen Anteil mehr. Hiernach bleiben die englischen Einkünfte in Deutschland steuerfrei, erhöhten aber bis 2007 den Steuersatz für das übrige Einkommen des Anlegers. Beteiligen sich Paare getrennt an einem Fonds, gibt es den Freibetrag zweifach und damit rund 18.000 Euro pro Jahr. Im Einzelnen bietet Großbritannien folgende Freibeträge:

Sparer bis 64 Jahre: 6.475 (2009/2010) sowie 7.475 (2001/2012) britische Pfund. Umgerechnet sind das derzeit rund 7.900 (2011: 9.000) Euro.
Sparer im Alter zwischen 65 und 74 Jahren: 9.490 britische Pfund, umgerechnet sind das rund 11.500 Euro.
Sparer im Alter ab 75 Jahren: 9.640 Pfund, umgerechnet in Euro sind das rund 11.700.
Liegen die Jahreseinkünfte oberhalb des jeweiligen Freibetrags, wird diese Summe moderat mit 20 Prozent besteuert. Das gilt bei Jahreseinkünften bis 37.400 Pfund und sollte für die üblichen Beteiligungshöhen völlig ausreichen.

Ähnliche inflationsbedingte Anpassungen bieten nur noch die USA, hier fällt der Freibetrag mit 3.650 Dollar (rund 3.000 Euro) aber deutlich niedriger aus. Dafür startet der Tarif anschließend lediglich mit 10 Prozent.

Ansonsten sieht es jenseits der Grenze nicht ganz so günstig aus. Italien hat den Freibetrag ganz gestrichen und bietet derzeit nur eine Freigrenze von 500 Euro, und Österreich lockt lediglich mit 2.000 Euro und einem anschließenden Tarif von üppigen 36,5 Prozent. In den Niederlanden gibt es statt Freibetrag eine pauschal berechnete Steuer, die Belastung ist aber immerhin sehr moderat. Neu im Trend sind dafür osteuropäische Staaten. Tschechien hat die Steuern gesenkt, und die Slowakei lockt mit einer attraktiven Flat Tax von 19 Prozent. Keine Gedanken müssen sich Fondsanleger in Australien, Indien, Belgien und Ungarn machen. Hier zahlt nur der Fonds Körperschaftsteuer. Dies mindert zwar die Rendite, dafür werden aber für den Anleger weder Steuererklärung noch Abgaben fällig.

Quelle: Mandantenbrief – Februar 2011, Seite 8
AM

 


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