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Steuerfreier Übertrag von Immobilien bei bestehender Ehe

13.02.11 (Ehe, Familie & Erben, Mandantenbrief)

Eine interessante Steuergestaltung ist die Schenkung des Familienwohnheims unabhängig von Wert, angemessener Größe und Umfang der Außenanlagen und Nebengebäude an den Ehegatten. Damit werden auch die Freibeträge nicht verbraucht und können für andere steuerpflichtige Schenkungen genutzt werden. Von der Steuer befreit sind auch der Kauf oder die Herstellung eines Familienwohnheims sowie die Tilgung eines Darlehens, das im Zusammenhang mit dem Familienwohnheim aufgenommen wurde.

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs ist eine im Zusammenhang mit dem Familienwohnheim stehende Zuwendung unter Lebenden aber nur dann steuerfrei, wenn die Ehe zum Zeitpunkt der Schenkung bereits bestanden hat. Eine spätere Eheschließung hat keinen Einfluss mehr auf die Steuerbefreiung (Az. II R 37/09). Insoweit ist es also ratsam, erst zu heiraten und dann Immobilien zu übertragen. Die Vergünstigung kann neben Ehegatten auch von eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften beansprucht werden.

Weitere Bedingungen für die Steuerfreiheit sind:

• Die Immobilie muss den Lebensmittelpunkt des Ehepaares darstellen. Der Güterstand der Partner ist ohne Bedeutung.

• Das Domizil muss überwiegend eigenen Wohnzwecken dienen. Ferien- oder Wochenendwohnungen gehören daher nicht dazu. Arbeitszimmer, die gewerbliche Mitbenutzung etwa als Arztpraxis sowie auch eine entgeltliche Untervermietung sind unschädlich, wenn das Wohnen insgesamt noch überwiegt.

• Die gesetzlichen Voraussetzungen müssen zum Zeitpunkt der Schenkung gegeben sein. Der Kauf des Familienheims vor der Hochzeit ist daher nicht schädlich, wenn die Ehe am Tag der Schenkung bestanden hat.

Die Steuerbefreiung ist flächenmäßig auf selbst bewohnte Domizile begrenzt. Ein begünstigtes Familienheim kann jedoch jede Art von bebauten Grundstücken darstellen, also auch das Mietshaus oder das Geschäftsgrundstück. Dann erfolgt eine Aufteilung in die begünstigten Flächen zur eigenen Wohnnutzung im Verhältnis zu den weiteren Nutzungen. Insoweit kommt es unabhängig vom Wert des Grundbesitzes zu einer anteiligen Steuerbefreiung.

Quelle: Mandantenbrief – Februar 2011, Seite 21
AM

 


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