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Steuerrecht: 1,25 Prozent „gewerblich“ eingenommen, kann Freiberuflichkeit nicht beenden

28.07.11 (Tagestipp, Unternehmer)

Der Bundesfinanzhof hat vor Jahren ein Finanzamt in die Schranken verwiesen, das einem Freiberufler, der 1,25 Prozent seines Gesamtumsatzes durch gewerbliche Einkünfte erzielte, von sämtlichen Einnahmen Gewerbesteuern abknöpfen wollte. Offenbar haben Finanzämter die „1,25 Prozent“ als nunmehr feststehende Grenze angesehen. Dem folgte das Finanzgericht Köln nicht. In diesem Fall ging es um Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit in Höhe von 200.000 Euro und daneben gewerblich erzielten von 5.000 €. Die vom Finanzamt auf die Gesamteinnahmen berechnete Gewerbesteuer machte mehr als 15.000 Euro aus. Für die Kölner Finanzrichter nicht nachzuvollziehen, zumal die gewerblichen Einkünfte deutlich unter dem für Personengesellschaften maßgebenden Gewerbesteuerfreibetrag von 24.000 Euro blieben. Damit sei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt. (FG Köln, Urteil vom 01.03.2011, 8 K 4450/08 – Revision eingelegt Az. VIII R 16/11)

 


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