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Steuerrecht: Die 66-Prozent-Grenze muss nicht netto erreicht werden

19.09.16 (Mandantenbrief)

Wer Wohnraum vermietet, der darf seinen kompletten Aufwand dafür von seinem steuerpflichtigen Einkommen abziehen, wenn er als Miete mindestens 66 Prozent der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ berechnet. Wird der 66-Prozentwert nicht erreicht, dürfen nur die prozentual geringeren Aufwendungen steuerwirksam abgerechnet werden. – Bei der Ermittlung der erforderlichen (Mindest-)Miete kommt es nicht nur auf den Nettobetrag an. Es ist vielmehr auf die gesamte vom Mieter aufzubringende Miete abzustellen – also inklusive der Betriebskosten, wie es auch die Einkommensteuerrichtlinien vorsehen. Dennoch musste ein Verfahren bis zum Bundesfinanzhof durchgefochten werden, ehe der Vermieter den vollen Werbungskostenabzug durchsetzen konnte; er berechnet eine Miete in Höhe von 80 Prozent seines Gesamtaufwandes – das Finanzamt wollte (ohne die Betriebskosten anzusetzen) 62 Prozent anerkennen. Der BFH bereitete der Rechenspielerei ein Ende. (BFH, IX R 44/15) – vom 10.05.2016

 


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