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Steuerrecht: Nur Ersatz für noch neue Gegenstände hilft sparen

04.02.11 (Tagestipp)

Wechselt ein Steuerzahler Teile seines Hauses oder seiner Wohnung aus, obwohl sie noch (relativ) neu sind, so kann der Aufwand dafür eine außergewöhnliche Belastung sein. Dies zum Beispiel dann, wenn für ein behindertes Kind ein behindertengerechtes Bad eingerichtet wird. Wird jedoch ein mit einem alten Haus bebautes Grundstück erworben und dieses Gebäude behindertengerecht umgerüstet (hier durch den Einbau eines Fahrstuhls, einer Bodendusche und der Vergrößerung des vorhandenen Bades), so können die dafür aufgewandten Kosten (hier: 29.500 €) steuerlich nicht berücksichtigt werden. Das Finanzgericht Düsseldorf entschied so im Fall einer Familie mit drei Kindern, von denen eines einen Behinderungsgrad von „100“ hatte. Die Familie habe für ihre Aufwendungen einen Gegenwert erhalten. Denn auch die behindertengerechten Einrichtungen seien nicht ausschließlich für das behinderte Kind nutzbar, sondern „ebenso von jedem anderen Bewohner des Hauses“. Die Mehraufwendungen seien auch nicht zwangsläufig entstanden, weil „nicht eindeutig und anhand objektiver Merkmale zwischen den – steuerlich irrelevanten – privaten Motiven für die Gestaltung eines Hauses und den – zu berücksichtigenden – ausschließlich durch die Behinderung verursachten Aufwendungen unterschieden werden“ könne. (FG Düsseldorf, Urteil vom 03.02.2010, 7 K 814/09 E)

 


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