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Vergütung für Solarstrom sinkt ab 1.7.2010

28.08.10 (Immobilienbesitzer, Mandantenbrief)

Wer Strom aus einer Photovoltaik(PV)-Anlage in das Stromnetz einspeist oder selbst verbraucht, bekommt eine gesetzlich garantierte Vergütung. Nach langem Tauziehen haben sich Bundestag und Bundesrat geeinigt: Ab 1.7.2010 sinkt die Vergütung. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das die Förderung der PV-Anlagen regelt, wird entsprechend geändert. Das haben Bundestag und Bundesrat nach einer Einigung im Vermittlungsausschuss endgültig beschlossen. Das sind die wichtigsten Punkte:

In der ersten Stufe reduziert sich die Einspeisevergütung für alle Photovoltaikanlagen, die nach dem 1.7.2010 in Betrieb genommen werden, einmalig um folgende Prozentsätze:

– für Anlagen auf oder an Gebäuden um 13 Prozent,

– für Freiflächenanlagen auf Flächen, die vormals wirtschaftlich oder militärisch genutzt wurden (Konversionsflächen), um 8 Prozent,

– für Anlagen auf sonstigen Flächen wie zum Beispiel Gewerbegebieten um 12 Prozent.

In einer zweiten Stufe sinken die Vergütungen für alle Anlagen, die nach dem 30.9.2010 in Betrieb gehen, nochmals um 3 Prozentpunkte.

Gleichzeitig wird der Zielkorridor für den Ausbau der Solarenergie an die dynamische Marktentwicklung angepasst. Er steigt für 2010 und 2011 auf 2.500 bis 3.500 Megawatt installierte Leistung jährlich. Dieser Zielkorridor beeinflusst auch die Höhe der Vergütung ab 2011.

Für Strom aus Anlagen auf ehemaligen Ackerflächen gibt es gar keine Vergütung mehr, wenn die Anlage nach dem 30.6.2010 in Betrieb genommen wird. Ausgenommen hiervon sind Anlagen, die sich im Bereich von vor dem 25.3.2010 (= Tag der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag) beschlossenen Bebauungsplänen befinden und bis zum Ende des Jahres 2010 in Betrieb genommen werden.

Die Befristung der Vergütung von Freiflächenanlagen bis zum 1.1.2015 wird aufgehoben. Damit wird auch Strom aus nach dem 31.12.2014 in Betrieb genommenen PV-Anlagen auf Freiflächen vergütet.

Der Direktverbrauch von Solarstrom wird stärker gefördert, allerdings nur befristet bis zum 31.12.2011. Die Regelung wird so erweitert, dass nicht nur der Strom aus kleinen Anlagen bis 30 kW installierter Leistung direkt genutzt werden kann, sondern dies jetzt auch bei größeren Dachanlagen bis einschließlich einer Leistung von 500 Kilowatt möglich ist. Zusätzlich wird der Anreizeffekt auf bis zu 8 Cent erhöht.

Quelle: Mandantenbrief – August 2010, Seite 10
AM

 


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