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Verluste: Mehr als 1.000 Ausgaben für ein Erstlingswerk sind unrealistisch

19.12.13 (Tagestipp)

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass Verluste eines Hobbyautoren (hier eines Kurzgeschichten-Schreibers in Höhe von knapp 11.000 €, die durch Publikations- und Fahrkosten, Arbeitszimmer und Geschäftsausstattung entstanden sind), nicht steuerlich anerkannt werden können, wenn er nicht nachweist, dass er mit seiner Autorentätigkeit eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt habe. Das Gericht urteilte, dass der (im Hauptberuf) Logopäde „die verlustbringende Tätigkeit aus im Bereich der Lebensführung liegenden Gründen und Neigungen ausgeübt“ habe. Es glaubte ihm nicht, dass er „die Tätigkeit allein mit der Absicht angefangen“ habe, sich ein zweites berufliches Standbein zu schaffen, weil er gesundheitlich angeschlagen sei. Die Argumente, dass er „nicht unerhebliche Druckkosten“ in Höhe von fast 5.000 € bezahlt sowie einen Vertrag mit einem Verlag geschlossen habe, zogen nicht. Der Betrieb sei „objektiv nicht geeignet“, einen Totalgewinn abzuwerfen, weil die Druckkosten zu Beginn der Tätigkeit einen Verlust ausgelöst hätten, der in den nachfolgenden Jahren nicht auszugleichen gewesen sei. (Hier rechnete das Gericht vor, dass mehr als 1.000 Stück des Werkes hätten verkauft werden müssen, um „ins Plus“ zu kommen. Derartige Verkaufszahlen wären auch bei einem „aktiveren“ Marketing des Verlages bei einem Erstlingswerk nicht zu erreichen gewesen.) (FG Rheinland-Pfalz, 2 K 1409/12 vom 14.08.2013)

 


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