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Werbungskosten: Wer drei Jahre auswärts arbeitet, darf keine Reisekosten ansetzen

26.04.13 (Angestellte, Tagestipp)

Wird ein Arbeitnehmer (hier ging es um einen Finanzbeamten) von seinem Arbeitgeber für eine voraussichtliche Dauer von rund drei Jahren aus dienstlichen Gründen an einen anderen Arbeitsort versetzt, so kann er nicht für insgesamt 136 Tage jeweils 138 Kilometer als Reisekosten in tatsächlicher Höhe steuerlich anerkannt bekommen. Das Finanzamt verweigert den vollen Abzug mit der Begründung, dass der neue Einsatzort schließlich als regelmäßige Arbeitsstätte zu betrachten sei. Es sei nicht ausschlaggebend, dass die Versetzung zeitlich befristet wurde, denn der Finanzbeamte hätte sich bei drei Jahren durchaus darauf einrichten können, dass die Versetzung dauerhaft sei. Das Niedersächsische Finanzgericht sah das auch so. Eine Arbeitsstelle, an die der Steuerpflichtige für einen Zeitraum von drei Jahren versetzt wurde, sei eine regelmäßige Arbeitsstätte mit der Folge, dass Fahrkosten zwischen der Wohnung und dieser Arbeitsstelle nur begrenzt auf die Kilometerpauschale von 30 Cent als Werbungskosten abziehbar seien. Denn eine regelmäßige Arbeitsstätte sei nach Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs der Mittelpunkt der dauerhaften beruflichen Tätigkeit und damit der Ort, an dem der Arbeitnehmer seine aufgrund des Dienstverhältnisses geschuldete Leistung zu erbringen habe. (Niedersächsisches FG, 3 K 293/11 vom 22.08.2012)

 


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