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Wohnungsbauprämie: Verbesserte Förderung für Bausparer

02.05.10 (Kapitalanleger, Mandantenbrief)

Bausparer erhalten eine jährliche Wohnungsbauprämie auf ihre Beiträge in eine Bausparkasse, wenn das jährliche Einkommen maximal 25.600 Euro und bei Verheirateten 51.200 Euro beträgt. Bausparer können jetzt viel öfter in den Genuss der staatlichen Förderung kommen. Denn über das Jahressteuergesetz 2010 sollen private Kapitalerträge rückwirkend ab 2009 nicht mehr in die Einkommensgrenze einfließen. Diesen Plan hat das Bundesfinanzministerium aktuell veröffentlicht.

Die Einkommensgrenze bestimmt sich nach dem zu versteuernden Einkommen. Bis 2008 umfasste dieses immer auch die Einkünfte aus Kapitalvermögen. Mit Einführung der Abgeltungsteuer sind diese ab 2009 grundsätzlich nicht mehr Bestandteil des Steuerbescheids. Daraus ergibt sich, dass für den automatisierten Datenabgleich bei der Wohnungsbauprämie zur Überprüfung der Einkommensgrenzen in der weit überwiegenden Zahl der Fälle Angaben zu den Einkünften aus Kapitalvermögen nicht mehr zur Verfügung stehen. Daher bleiben Einkünfte aus Kapitalvermögen bei der maßgebenden Einkommensgrenze grundsätzlich außer Betracht. Diese Folge erscheint dem Fiskus jedoch vertretbar, da die Mehrzahl der Prämienberechtigten, die die geltenden Einkommensgrenzen (25.600/51.200 Euro für Alleinstehende/Ehegatten) einhalten, nicht über nennenswerte Einkünfte aus Kapitalvermögen verfügen dürften.

Vor dem Hintergrund, dass die Bausparbeiträge seit der Neuregelung im Rahmen des Eigenheimrentengesetzes grundsätzlich nur noch bei wohnungswirtschaftlicher Verwendung der Bausparsumme prämienbegünstigt sind (Ausnahme: unter 25-Jährige), ist die Attraktivität der ohnehin vergleichsweise geringen Wohnungsbauprämie zusätzlich eingeschränkt. Die möglicherweise wenigen Einzelfälle, in denen Personen eine Wohnungsprämie erhalten, die bei Einbeziehung der Einkünfte aus Kapitalvermögen in die maßgebende Einkommensgrenze nicht prämienberechtigt wären, rechtfertigen es nicht, bei allen Prämienberechtigten die Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Einkommensteuererklärung oder im Antrag auf Wohnungsbauprämie abzufragen – so die Gesetzesbegründung.

Alleinstehende müssen 512 Euro und Verheiratete 1.024 Euro in einen Bausparvertrag eingezahlt haben, um die 8,8prozentige Prämie und somit 45,06 Euro oder als Ehepaar 90,12 Euro zu erhalten. Der jeweilige Bausparer muss mindestens 16 Jahre alt sein und seinen Vertrag jährlich mit mindestens 50 Euro besparen. Auch die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers können in einen Bausparvertrag fließen. Für die Prämien gelten allerdings bestimmte Einkommensgrenzen.

Quelle: Mandantenbrief – Mai 2010, Seite 8

 


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