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Anlage KAP: Freiwillige Abgabe kann sich lohnen

08.04.10 (Kapitalanleger)

Die Oberfinanzdirektion (OFD) Koblenz hat dazu Stellung genommen, wann ein Steuerpflichtiger die «Anlage KAP» abgeben muss und wann er dies tun sollte. Hintergrund ist die «Abgeltungsteuer», die zum 01.01.2009 eingeführt wurde. Seither führen Banken und Finanzinstitute auf Zinserträge und andere Gewinne aus Kapital-anlagen pauschal 25 Prozent Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab.

Grundsätzlich ist die Einkommensteuer auf Kapitalerträge damit abgegolten und die Abgabe der Anlage KAP bei der Steuererklärung nicht erforderlich. Von dieser Regel gibt es nach Angaben der OFD allerdings Aus-nahmen. Eine Erklärungspflicht bestehe insbesondere dann, wenn kein Steuerabzug auf die Kapitalerträge erfolgt sei. Zu nennen seien vor allem Auslandskonten und -depots oder Zinsen aus Privatdarlehen, Steuerer-stattungszinsen, verdeckte Gewinnausschüttungen, Ver-äußerungsgewinne aus GmbH-Anteilen und Lebensversicherungen. Hier, so die OFD, müsse also die Anlage KAP mit der Steuererklärung abgegeben werden. Ehegatten müssten ab 2009 jeweils eine eigene Anlage KAP einreichen.

Zum anderen gebe es Fälle, in denen ein so genanntes Veranlagungswahlrecht bestehe, in denen also die Abgabe der Anlage KAP freiwillig ist. Lohnend sei dies, wenn kein oder ein zu geringer Freistellungsauftrag bei der Bank gestellt worden sei. Eine weitere Variante sei die neue Möglichkeit, auf der Anlage KAP die Günstigerprüfung zu beantragen. Dies lohne sich dann, wenn der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent liege. Sei dies tatsächlich der Fall, erhalte der Steuerpflichtige die Steuer, die zu viel einbehalten worden sei, zurück. Voraussetzung sei allerdings, dass auf der Anlage KAP sämtliche Kapitalerträge erklärt würden. Der Steuersatz liegt laut OFD Koblenz in der Regel unter 25 Prozent, wenn das zu versteuernden Einkommen von rund 15.000 Euro bei Einzelpersonen und rund 30.000 Euro bei Verheirateten nicht überschritten ist.

Oberfinanzdirektion Koblenz, PM vom 25.02.2010

Quelle: Mandantenbrief – April 2010, Seite 7


 


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