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Anzahlung auf Grund und Boden zählt nicht als Werbungskosten

07.12.10 (Immobilienbesitzer, Mandantenbrief)

Vergebliche Aufwendungen für die Anschaffung von unbebautem Grund und Boden stellen steuerlich auch dann keine Werbungskosten dar, wenn das Grundstück zur Erzielung von Mieteinkünften genutzt werden sollte. Im vom Bundesfinanzhof am 10. November 2010 veröffentlichten Urteil wurde ein notariell beurkundeter Kaufvertrag über zwei unbebaute Grundstücke abgeschlossen. Der Erwerber beabsichtigte, die Grundstücke als Lagerfläche zu vermieten. Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis in Höhe von 35.000 Euro wurde noch vor Eintragung der Eigentumsänderung im Grundbuch durch Übergabe eines Verrechnungsschecks an den Veräußerer bezahlt. Zur Grundbuchumschreibung kam es jedoch nicht mehr, da über das Vermögen des Veräußerers das Insolvenzverfahren eröffnet wurde und der Insolvenzverwalter seine Zustimmung zur Eigentumsänderung nicht erteilte. Die Grundstücke wurden zu einem späteren Zeitpunkt vom Insolvenzverwalter an einen Dritten veräußert.

Die 35.000 Euro lassen sich steuerlich nicht geltend machen, betonten die Richter (Az. IX R 37/09). Die geltend gemachten vergeblichen Aufwendungen können nicht als vorab entstandene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung berücksichtigt werden. Sind Aufwendungen durch die Einkunftsart Vermietung und Verpachtung veranlasst, lassen sie sich grundsätzlich auch dann absetzen, wenn diese schon vorab anfallen, bevor damit zusammenhängende Einnahmen erzielt werden. Sie lassen sich nämlich als vorab entstandene Werbungskosten berücksichtigen, wenn ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen dem Aufwand und der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung besteht.

Ein dahin gehender Zusammenhang besteht von dem Zeitpunkt an, zu dem sich anhand objektiver Umstände feststellen lässt, dass der Käufer den Entschluss, durch den Erwerb eines Gebäudes Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, endgültig gefasst und nicht wieder aufgegeben hat. Vorab entstandene Aufwendungen können selbst dann abziehbar sein, wenn es entgegen den Planungen nicht zu Einnahmen kommt, sofern nur eine erkennbare Beziehung zu den angestrebten Einkünften besteht.

Zwar ist es möglich, Anschaffungskosten bei Wirtschaftsgütern als Werbungskosten in Form der Absetzung für Abnutzung zu behandeln. Hierbei kommen aber nur diejenigen Aufwendungen als Werbungskosten in Betracht, die sich auf die Anschaffung abnutzbarer Wirtschaftsgüter beziehen. Aufwendungen für die Anschaffung von Grund und Boden scheiden demgegenüber als Werbungskosten aus, da sich der Preis für das nackte Grundstück nicht über die AfA absetzen lässt. Unberücksichtigt bleiben daher der Kaufpreis für die Grundstücke sowie die im Zusammenhang mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrages angefallenen Notarkosten.

Quelle: Mandantenbrief – Dezember 2010, Seite 9
AM


 


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