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Arbeitnehmer: Jetzt den Lohnsteuerermäßigungsantrag für 2012 stellen

13.11.11 (Angestellte, Mandantenbrief)

Die voraussichtlichen Aufwendungen des anstehenden Jahres 2012 und diverse Pauschbeträge wirken sich bereits vorab bei der monatlichen Gehaltszahlung mindernd aus, wenn diese als Freibetrag vermerkt worden sind. Dies kann sich auch positiv auf andere staatliche Leistungen, wie beispielsweise das Elterngeld, auswirken. Hierzu kann dem Finanzamt jetzt ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung bis zum 30.11.12 gestellt werden.

Anlässe, die zu einer Ermäßigung der Lohnsteuer führen können sind beispielsweise:

– hohe Werbungskosten, wie die Pendelfahrten zur Arbeit,

– außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben, soweit sie mindestens 600 Euro pro Jahr betragen,

– Kinderbetreuungskosten,

– Unterhaltszahlungen an geschiedene oder dauerhaft getrennt lebende Ehegatten,

– Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene, – haushaltsnahe Dienstleistungen oder

– Verluste aus anderen Einkunftsarten, etwa einer Firma oder dem Mietshaus.

In der Vergangenheit wurde der Freibetrag auf der guten alten Lohnsteuerkarte auf farbigem Karton eingetragen. Die gibt es jetzt nicht mehr. Denn die Daten der Angestellten werden durch eine Neuregelung in der neuen elektronischen Datenbank – kurz ELSTAM – bei der Finanzbehörde gespeichert. Dies ersetzt die auf der alten Papier-Lohnsteuerkarte enthaltenen Informationen. Das Finanzamt berechnet die voraussichtliche Steuerermäßigung und stellt diesen Betrag den Arbeitgebern in der elektronischen Datenbank zum Abruf bereit.

Der Betrieb kann daraufhin die Lohnsteuerabzüge unter Beachtung der Freibeträge ermitteln. Für 2012 müssen aufgrund der Umstellung die Freibeträge grundsätzlich neu beantragt werden. Dies gilt auch dann, wenn keine höheren Freibeträge als im Vorjahr berücksichtigt werden sollen. In diesen Fällen ist weiter ein vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer- Ermäßigung ausreichend. Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene müssen nur dann neu beantragt werden, wenn das Gültigkeitsdatum abgelaufen ist.

Da die voraussichtlichen Aufwendungen 2012 nur in etwa vorläufig kalkulierbar sind, brauchen keine Belege eingereicht werden. Die Finanzbeamten sollen hier auf Weisung in den Lohnsteuerrichtlinien eher großzügig sein und nachvollziehbare oder glaubhaft gemachte Ausgaben ohne kritische Nachfragen akzeptieren. Hintergrund für diese Kulanz ist, dass Arbeitnehmer mit Freibetrag später eine Steuererklärung für das entsprechende Jahr abgeben müssen. Da fallen allzu großzügige Schätzungen auf und führen zu einer Nachzahlung. Das Finanzamt wird die Angaben vorab daher nur beanstanden, wenn konkrete Anhaltspunkte gegen die beantragte Höhe sprechen. Diese generelle Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung gilt aber nicht in Bagatellfällen. Arbeitnehmer sind hiervon trotz Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte befreit, wenn aufgrund der Höhe des Arbeitslohns grundsätzlich keine Einkommensteuerschuld entsteht. Dies gilt für alle Beschäftigten, die im Laufe des Kalenderjahres aus allen Dienstverhältnissen insgesamt lediglich Arbeitslohn in einer Höhe erzielt haben, die in der Summe alle gesetzlich zu gewährenden Frei- und Pauschbeträge nicht überschreitet. Eingeführt wurde hierzu eine jährliche Arbeitslohngrenze von 10 200 Euro, die den Grundfreibetrag, den Arbeitnehmer-Pauschbetrag, den Sonderausgaben-Pauschbetrag und die Mindestvorsorgepauschale beinhaltet. Bei Ehegatten gilt der erhöhte Arbeitslohnbetrag von 19.400 Euro, der den in der Lohnsteuerklasse III enthaltenen gesetzlichen Frei- und Pauschbeträgen entspricht. Dabei ist es unerheblich, welcher der beiden Partner die Lohneinkünfte erzielt. Ist der Steuerzahler jedoch nach anderen Vorschriften verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, bleibt diese Verpflichtung von der Änderung unberührt. Das gilt etwa für Nebeneinkünfte.

Abruf der Formulare

Quelle: Mandantenbrief – November 2011, Seite 12


 


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