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Basel III: Strengere Kapitalvorschriften für Banken

19.10.10 (Kapitalanleger, Mandantenbrief)

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise sollen Banken künftig mehr Eigenkapital vorhalten und einen zusätzlichen Kapitalpuffer anlegen müssen, um etwaige Verluste selbst auffangen zu können. Dies sehen die neuen Kapital- und Liquiditätsvorschriften für Bankinstitute vor, die die Gruppe der Zentralbankgouverneure und Chefs der Bankaufsichtsbehörden als übergeordnete Instanz des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht am 12.09.2010 bekannt gegeben haben. Die strengeren Regeln, auch Basel III genannt, sollen ab 2013 gelten.

Das Eigenkapital eines Finanzinstituts setzt sich zusammen aus dem Kernkapital und dem Ergänzungskapital. Das Kernkapital besteht aus zwei Arten. Eigene Aktien und einbehaltene Gewinne der Bank bilden das harte Kernkapital. Dieses ist in schwierigen Zeiten besonders wichtig. Das weiche Kernkapital setzt sich aus anderen Kapitalinstrumenten mit weniger stark ausgeprägten Merkmalen unter anderem hinsichtlich der Verlustteilnahme zusammen.

Bisher müssen Institute der Kreditwirtschaft eine Kernkapitalquote von 4 Prozent der bankaufsichtlich relevanten Risiken vorhalten. Nach den neuen Basel III-Regeln muss die Kernkapitalquote bis 2015 schrittweise auf 6 Prozent erhöht werden. Davon sind künftig 4,5 Prozent hartes Kernkapital (bislang waren es 2 Prozent) und 1,5 Prozent weiches Kernkapital. Hinzu kommt ab 2016 ein sogenannter Kapitalerhaltungspuffer, der das harte Kernkapital ergänzt. Dieser soll bis 2019 schrittweise auf 2,5 Prozent anwachsen, kann jedoch in Krisenzeiten unterschritten werden. Außerdem können einzelne Länder einen weiteren antizyklischen Puffer von 0 bis 2,5 Prozent einfordern, um übermäßiges Kreditwachstum einzudämmen. Dieser erhöht ebenfalls die harte Kernkapitalquote.

Neben dem Kernkapital ist das Ergänzungskapital ein weiterer Bestandteil der Eigenmittel einer Bank. Es setzt sich unter anderem aus Genussrechten und langfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten zusammen. Nach Basel III wird es künftig 2 Prozent betragen. Ingesamt muss eine Bank dann inklusive Ergänzungskapital Eigenmittel in Höhe von mindestens 8 Prozent der Risikopositionen haben. Risiken in Höhe von 100 Euro müssten also mit mindestens 8 Euro Eigenmitteln hinterlegt werden, erläutert das Finanzministerium. Werde diese Grenze unterschritten, müsse bankenaufsichtsrechtlich ein Insolvenzverfahren der Bank eingeleitet werden.

Bundesfinanzministerium, PM vom 20.09.2010

Quelle: Mandantenbrief Oktober 2010, Seite 8
AM


 


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