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Der neue Umgang mit der Lohnsteuerkarte 2011

15.10.10 (Alle Steuerzahler, Angestellte, Mandantenbrief, Unternehmer)

Die Lohnsteuerkarte 2010 behält für einen Übergangszeitraum ab 2011 bis zur erstmaligen Anwendung der neuen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ihre Gültigkeit. Der Arbeitgeber hat sie daher aufzubewahren und die darauf enthaltenen Eintragungen, wie etwa ein Freibetrag oder die Anzahl der Kinder unabhängig vom Gültigkeitsbeginn, werden auch für die Lohnsteuerberechnung 2011 zugrunde gelegt. Erst nach Einführung des elektronischen Verfahrens darf die Lohnsteuerkarte vernichtet werden.

Wird im Jahr 2011 erstmalig eine Lohnsteuerkarte benötigt, stellt das zuständige Finanzamt auf Antrag eine Ersatzbescheinigung aus. Sofern es sich jedoch um ledige Arbeitnehmer handelt, die ab 2011 eine Ausbildung als erstes Dienstverhältnis beginnen, kann der Arbeitgeber die Steuerklasse I unterstellen, wenn der Arbeitnehmer seine steuerliche Identifikationsnummer (ID), sein Geburtsdatum sowie die Religionszugehörigkeit mitteilt und gleichzeitig schriftlich bestätigt, dass es sich um das erste Dienstverhältnis handelt.

Die Lohnsteuerkarte soll ab dem Jahr 2012 durch ein elektronisches Verfahren ersetzt werden. Im Vorgriff darauf wechselt bereits ab dem Jahr 2011 die Zuständigkeit für die Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklassenwechsel, Eintragung von Kindern und Freibeträgen) von den Gemeinden auf die Finanzämter. Die Angaben auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte (Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Religionszugehörigkeit) werden in einer Datenbank der Finanzverwaltung zum elektronischen Abruf für die Arbeitgeber bereitgestellt und künftig als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet.

Für den Arbeitgeber werden die ELStAM seiner Arbeitnehmer erst nach einer Registrierung im ElsterOnline-Portal zum Abruf bereit gestellt. In der Regel besteht eine solche Registrierung schon, da dieser Weg für die Übermittlung von Lohnsteuerbescheinigungen bereits gesetzlich vorgeschrieben ist. Für das neue Verfahren müssen Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber nur noch das Geburtsdatum und die ID mitteilen sowie die Auskunft geben, ob es sich um das Haupt- oder um ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Hat das Arbeitsverhältnis auch schon vor 2012 bestanden, liegen dem Arbeitgeber die erforderlichen Informationen (Geburtsdatum und ID) zum Abruf der ELStAM bereits vor. Diese wurden auf der Lohnsteuerkarte des Jahres 2010 oder auf der Ersatzbescheinigung des Jahres 2011 aufgedruckt.

Die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Finanzverwaltung wird entweder durch die Buchhaltungssoftware des Arbeitgebers oder über das ElsterOnline-Portal erfolgen. Änderungen der ELStAM des Arbeitnehmers werden dem AG in einer Änderungsliste elektronisch bereitgestellt und müssen monatlich abgerufen werden.

Arbeitnehmer können durch einen Antrag bei ihrem Finanzamt konkrete Arbeitgeber für den Abruf ihrer ELStAM benennen oder von der Abrufberechtigung ausschließen. Bekommt ein Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung für seinen Arbeitnehmer keine ELStAM bereitgestellt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitslohn nach der ungünstigen Steuerklasse VI zu besteuern. Welche ELStAM zur Übermittlung gespeichert sind und welche Arbeitgeber sie in den letzten zwei Jahren abgerufen haben, können Arbeitnehmer im Elster-Online-Portal jederzeit einsehen.

Quelle: Mandantenbrief Oktober 2010, Seite 3
AM


 


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