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E-Bilanz: Wirtschaft will keine zusätzliche Bürokratie

18.12.10 (Mandantenbrief, Staat & Verwaltung, Unternehmer, Wirtschaft, Wettbewerb & Handel)

Gegen zusätzliche Bürokratie bei der sogenannten E-Bilanz spricht sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aus. Hintergrund ist, dass die 1,35 Millionen bilanzierenden Unternehmen in Deutschland dem Finanzamt künftig ihre Bilanz auf elektronischem Weg übersenden müssen.

Die Unternehmen sollen das „XBRL“-Format verwenden, wie sie es bereits für den Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger nutzen. Bliebe es lediglich bei der elektronischen Übermittlung, wäre ein Abbau von Bürokratiekosten wahrscheinlich, so der DIHK. Die Finanzverwaltung wolle den Unternehmen aber erhebliche zusätzliche Lasten aufbürden. Das Bundesfinanzministerium (BMF) berufe sich auf eine Ermächtigungsvorschrift zur E-Bilanz, die es ihm erlaubt, den „Mindestumfang“ der zu übermittelnden Daten festzulegen.

Aus dem Entwurf eines BMF-Schreibens ergebe sich, dass Unternehmen eine Vervielfachung des bürokratischen Aufwandes bei der Bilanzerstellung drohe. Mussten kleine Kapitalgesellschaften mit bis zu 50 Beschäftigten bisher in ihrer Bilanz 23 Pflichtfelder ausfüllen, sollen es laut DIHK zukünftig 178 sein. Mittlere und große Kapitalgesellschaften müssten mit einem Zuwachs von 62 auf 178 Pflichtfelder rechnen.

Allein der Umstellungsaufwand für Software-Updates und die Kosten für Mitarbeiterschulungen könnten in die Milliarden gehen, beruft sich der DIHK auf „erste vorsichtige Schätzungen“ seitens der Unternehmen. Der eigentliche Zweck einer Bilanz, die Information im Unternehmen sowie der Gläubiger und Aktionäre, trete weiter in den Hintergrund.

Der DIHK fordert daher, bei der konkreten Umsetzung der Digitalisierung keine zusätzlichen Informationspflichten aufzustellen, sondern nur die technische Abwicklung zu regeln. Andernfalls würde das Projekt „E-Bilanz“ seiner Meinung nach der Vereinbarung der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag zum Abbau von Steuerbürokratie zuwiderlaufen. Wenigstens müsse das Vorhaben verschoben und zunächst während einer Pilotphase getestet werden.

Deutscher Industrie- und Handelskammertag, PM vom 28.10.2010

Quelle: Mandantenbrief – Dezember 2010, Seite 29
AM


 


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