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Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Nachträgliche Schuldzinsen sind keine Werbungskosten?

23.09.11 (Bauen & Wohnen, Mandantenbrief)

Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat ernstliche Zweifel daran, ob nachträgliche Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung weiterhin nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen sind. Die Antragstellerin finanzierte eine von ihr erworbene Immobilie mit einem Bankkredit. Diesen konnte sie aus dem Erlös der Zwangsversteigerung der Immobilie nur zum Teil zurückzahlen. Das Finanzamt lehnte die Berücksichtigung der von der Antragstellerin in der Folge gezahlten Schuldzinsen als Werbungskosten ab. Es folgte damit der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH).

Das FG Düsseldorf hat die Vollziehung des Steuerbescheides ausgesetzt, da der BFH zwischenzeitlich die Revision in einem entsprechenden Hauptsacheverfahren zugelassen hat und sowohl in der Literatur als auch von Richtern des BFH Bedenken gegen die Nichtberücksichtigung von nachträglichen Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geäußert worden sind.

Finanzgericht Düsseldorf, PM vom 22.07.2011 zum Beschluss vom 30.05.2011, 9 V 1474/11 A(F)

Quelle: Mandantenbrief – September 2011, Seite 18
AM


 


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