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Fiskus definiert Abzug der Krankenkassenbeiträge

01.06.10 (Familie und Kinder, Mandantenbrief)

Fiskus definiert Abzug der Krankenkassenbeiträge

(Val) Seit diesem Jahr lassen sich alle Beiträge zur gesetzlichen und privaten Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben von der Steuer absetzen, sofern sie zur Abdeckung einer Grundversorgung im Krankheitsfall dienen. Diese Verbesserung insbesondere für Privatversicherte ergibt sich durch das Bürgerentlastungsgesetz, wonach auch die Prämien für Ehe- oder eingetragenen Lebenspartners und die Kinder berücksichtigt werden dürfen. Auch der jetzt verstärkt direkt bei den Versicherten erhobene kassenindividuelle Zusatzbeitrag von acht Euro, maximal einem Prozent des beitragspflichtigen Einkommens und höchstens 37,50 Euro monatlich, gehört dazu.

Das Bundesfinanzministerium erläutert jetzt in einem umfangreichen Anwendungsschreiben vom 26. April 2010 die Neuregelungen und hierbei insbesondere, welche Kassenbeiträge steuerlich privilegiert und welche nicht begünstigt sind (Az. IV C 3 – S 2222/09/10041 / IV C 5 – S 2345/08/0001). Gar nicht absetzbar sind Prämien für eine Auslands- oder Reisekrankenversicherung, die zusätzlich zu einem bestehenden gesetzlichen oder privaten Versicherungsschutz ohne eingehende persönliche Risikoprüfung abgeschlossen wird. Hinzu kommen Zahlungen, die über einen Basisschutz der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen. Das beinhaltet beispielsweise die Beitragsanteile für den Anspruch auf Krankengeld, Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Heilpraktiker, Zahnersatz und vergleichbare Zusatzleistungen.

Zur Aufteilung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse wird lediglich zur Finanzierung des Krankengelds ein pauschaler Abschlag in Höhe von 4 Prozent vorgenommen, sodass sich 96 Prozent steuerlich auswirken. Bei Privatversicherungen müssen hingegen aufgrund der vielen verschiedenen Tarife komplizierte Einstufungen vorgenommen werden. Hierzu verwenden die Unternehmen eine amtliche Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung mit einer Punktewertung für die jeweiligen Leistungen. Hierum müssen sich jedoch die Bürger nicht kümmern, sie erhalten die errechneten Ergebnisse von ihrem Anbieter.

Da ab 2010 ein verbesserter Abzug der Beiträge zur gesetzlichen und privaten Kranken- und Pflegeversicherung erlaubt ist, wirken sich im Gegenzug die sonstigen Aufwendungen in der Regel nicht mehr aus – etwa für Arbeitslosen-, Erwerbs- und Berufsunfähigkeits-, Unfall-, Haftpflicht- oder Risikolebensversicherungen. Diese Option besteht jedoch weiterhin für Geringverdiener, die im Jahr weniger als 1.900 Euro (Arbeitnehmer, Rentner) oder 2.800 Euro (Freiberufler, Unternehmer) aufwenden müssen. Die können weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben bis zu den beiden Höchstgrenzen ansetzen. Bei Ehegatten wird zunächst für jeden Partner der ihm zustehende Höchstbetrag bestimmt. Die Summe ergibt dann den gemeinsamen Höchstbetrag. Überschreiten jedoch bereits die von einem Ehegatten geleisteten Beiträge zur Krankenkasse den gemeinsamen Höchstbetrag, ist ein zusätzlicher Abzug von sonstigen Versicherungsprämien daneben nicht mehr möglich.

Quelle: Mandantenbrief – Juni 2010, Seite 11


 


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