Handschriftliches Fahrtenbuch mit Excel ergänzen - Ihre persönliche Steuerberatung

Steuerberater Frankfurt

Ihre persönliche Steuerberatung

Experten-Branchenbuch.de .:. Montag Steuerberatungsgesellschaft mbH, Steuerberater Frankfurt
  • Kontaktanfrage

    Sie haben eine steuerliche Frage? Rufen Sie uns für ein Beratungsgespräch an unter

    069 - 5076702

    oder schreiben uns eine

    Email

    oder nutzen Sie unser

    Kontaktformular.

    Sie erreichen uns auch unter unserer spanischen Telefonnummer

    +34 91 1237400
  • Seiten

  • Kategorie

Teilen Sie diesen Artikel

Handschriftliches Fahrtenbuch mit Excel ergänzen

01.11.10 (Mandantenbrief, Unternehmer)

Ein Fahrtenbuch, das handschriftlich lückenlos geführt ist, darf durch Computeraufzeichnungen ergänzt werden. Dies hat das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg im Fall eines Steuerpflichtigen entschieden, der ein handschriftliches geschlossenes Fahrtenbuch geführt, dort aber jeweils nur Stichpunkte zu den einzelnen Fahrten angegeben hatte. Ausführliche Angaben zu diesen Fahrten fanden sich in einer später per Computer erstellten Liste. Die Finanzverwaltung erkannte das Fahrtenbuch nicht an und ermittelte den Nutzungsvorteil des Klägers nach der Ein-Prozent-Methode.

Zu Unrecht, wie die Richter des Finanzgerichts meinen. Sie halten eine nachträgliche Manipulation der Aufzeichnungen wegen des handschriftlich lückenlos geführten Fahrtenbuches für unmöglich. Zudem seien die Angaben des Klägers für die Finanzverwaltung unter Zugrundelegung des Fahrtenbuches und der ergänzenden Liste ohne weiteres nachprüfbar. Mehr sei für den Nachweis des Umfanges der Privatfahrten nicht zu verlangen, so das FG.

Hintergrund: Steuerpflichtige, die ein betriebliches Fahrzeug auch für private Fahrten nutzen, müssen für diese Nutzungsmöglichkeit Steuern zahlen. Der in der Nutzungsmöglichkeit liegende geldwerte Vorteil wird grundsätzlich nach der Ein-Prozent-Methode bewertet. Es wird also monatlich ein Prozent des Listenpreises des Fahrzeugs als Einkünfte angesetzt. Alternativ kann der Steuerpflichtige aber den tatsächlichen Umfang der privaten Nutzung nachweisen. Dann wird auch nur der tatsächlich auf die Privatfahrten entfallende Anteil der Fahrzeugkosten als Einkünfte berücksichtigt. Der Nachweis ist stets durch ein Fahrtenbuch zu führen. Die Finanzverwaltung stellt an die Ordnungsmäßigkeit des Fahrtenbuches strenge Ansprüche.

In dem vom FG entschiedenen Fall hat die Finanzverwaltung Revision eingelegt. Das Verfahren wird beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen VI R 33/10 geführt.

Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.04.2010, 12 K 12047/09

Quelle: Mandantenbrief November 2010, Seite 6
AM


 


Die Steuerberater der Montag Steuerberatungsgesellschaft mbH beraten steuerlich und erstellen für Sie die Erklärungen zur Einkommensteuer (Privatpersonen, freie Berufe, Selbständige, Arbeitnehmer, Rentner), Körperschaftsteuer (Aktiengesellschaft, GmbH), Gewerbesteuer, Umsatzsteuer sowie Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer, Erstellen Lohnabrechnungen, Finanzbuchhaltung, Einnahmenüberschussrechnung, Jahresabschluss, vertreten Sie vor Finanzgericht und im Steuerstrafverfahren und erstellen steuerliche Selbstanzeige bundesweit