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Handwerkerleistungen bei zusammenveranlagtem Ehepaar mit mehreren Wohnungen

02.11.10 (Immobilienbesitzer, Mandantenbrief)

Ehegatten, die zusammen veranlagt sind, können auch dann, wenn sie mehrere Wohnungen nutzen, die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nur einmal bis zum gesetzlich geregelten Höchstbetrag in Anspruch nehmen. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) hervor.

Das klagende Ehepaar bewohnte Einfamilienhäuser an zwei Orten. An beiden Wohnungen ließ es durch verschiedene Handwerksbetriebe Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchführen. In ihrer gemeinsamen Einkommensteuererklärung für das Streitjahr beantragten die Ehegatten für beide Wohnungen jeweils eine Steuerermäßigung für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsleistungen. Das Finanzamt gewährte die Steuerermäßigung abweichend von der Einkommensteuererklärung lediglich bis zum damals geltenden Höchstbetrag von 600 Euro.

Zu Recht, wie der BFH bestätigt. Für eine mehrfache Inanspruchnahme der Steuerermäßigung finde sich im Gesetz kein Anhaltspunkt. Aus dem Wortlaut der maßgeblichen Vorschrift ergebe sich lediglich, dass die Handwerkerleistungen in einem inländischen Haushalt zu erbringen seien. Daraus könne nicht geschlossen werden, dass bei mehreren tatsächlich genutzten Wohnungen die Steuerermäßigung auch mehrfach zu gewähren sei. Auch die Begrenzung der Steuerermäßigung der Höhe nach gelte unabhängig davon, ob die steuerbegünstigten Leistungen in einer oder in mehreren Wohnungen erbracht worden seien.

Zusammen veranlagten Ehegatten wird danach die Steuerermäßigung nur einmal gewährt. Eine Benachteiligung der ehelichen Lebensgemeinschaft durch die Begrenzung der Steuerermäßigung auf 600 Euro auch bei mehreren tatsächlich genutzten Wohnungen sieht der BFH nicht. Denn auch Alleinstehende, die gemeinsam in zwei Wohnungen wirtschaften, könnten die Höchstbeträge für Handwerkerleistungen nur einmal in Anspruch nehmen. Es sei allein die gemeinsame Wirtschaftsführung am Ort oder den Orten der Leistungserbringung, nicht aber der Familienstand entscheidend.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 29.07.2010, VI R 60/09

Quelle: Mandantenbrief November 2010, Seite 9
AM


 


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