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Heilpraktiker darf wegen Nichtüberweisung an Facharzt nicht mehr praktizieren

04.09.10 (Mandantenbrief, Verbraucher, Versicherung & Haftung)

Heilpraktiker darf wegen Nichtüberweisung an Facharzt nicht mehr praktizieren

Weil ein 67-jähriger Heilpraktiker eine Patientin, die deutliche Anzeichen einer Brustkrebserkrankung aufwies, nicht zu einem Facharzt schickte, sondern weiter selbst behandelte, darf er in Zukunft nicht mehr als Heilpraktiker tätig sein. Das Verwaltungsgericht (VG) Hannover hat den behördlichen Widerruf seiner Heilpraktikererlaubnis in einem Eilverfahren bestätigt. Die Patientin ist mittlerweile an den Folgen der Krebserkrankung gestorben.

Aufgrund von Zeugenaussagen der Patientin und ihrer Angehörigen sei davon auszugehen, so das VG, dass der Heilpraktiker die Patientin darin bestärkt habe, keine fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, obwohl die Patientin im Juni 2005 festgestellt hatte, dass ein Knoten in ihrer Brust vorhanden war. Auch die voranschreitende Deformierung der Brust bis hin zu einer blutenden Wunde habe ihn nicht zum Abbruch der heilpraktischen Behandlung und Überweisung der Patientin an einen Facharzt veranlasst, rügt das VG.

Dem Vortrag des Heilpraktikers, er habe Hinweise auf eine fachärztlich gebotene Abklärung der Erkrankung gegeben, folgte das VG nicht. Zwar habe der Heilpraktiker die äußerlichen Anzeichen der Brustkrebserkrankung, die Schmerzbekundungen der Patientin und die von ihm durchgeführten Behandlungen zur Beseitigung des Lymphstaus dokumentiert, nicht aber den von ihm behaupteten Hinweis. Stattdessen habe er stetig die heilpraktische Behandlungsintensität erhöht.

Die Patientin sei fortlaufend schwächer geworden und im April 2007 zusammengebrochen. Die Brustkrebserkrankung war zu diesem Zeitpunkt laut Gericht in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Viele Organe seien bereits von Metastasen befallen gewesen. Die Patientin verstarb im November 2008.

Das Gericht sieht aufgrund dessen die berufliche Zuverlässigkeit des Heilpraktikers zur Ausübung seines Berufs nicht mehr als gegeben an. Es bestehe die dringende Gefahr, dass es anderenfalls zu weiteren Fehlbehandlungen komme.

Verwaltungsgericht Hannover, Beschluss vom 25.06.2010, 5 B 2650/10

Quelle: Mandantenbrief – August 2010, Seite 28
AM


 


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