Hohes Abschreibungspotenzial bei Baudenkmälern - Ihre persönliche Steuerberatung

Steuerberater Frankfurt

Ihre persönliche Steuerberatung

Experten-Branchenbuch.de .:. Montag Steuerberatungsgesellschaft mbH, Steuerberater Frankfurt
  • Kontaktanfrage

    Sie haben eine steuerliche Frage? Rufen Sie uns für ein Beratungsgespräch an unter

    069 - 5076702

    oder schreiben uns eine

    Email

    oder nutzen Sie unser

    Kontaktformular.

    Sie erreichen uns auch unter unserer spanischen Telefonnummer

    +34 91 1237400
  • Seiten

  • Kategorie

Teilen Sie diesen Artikel

Hohes Abschreibungspotenzial bei Baudenkmälern

07.11.10 (Bauen & Wohnen, Immobilienbesitzer, Mandantenbrief)

Bei Baudenkmälern gibt es ein hohes Abschreibungspotential, sowohl im Falle von Vermietung als auch bei Eigennutzung. Bei selbst genutzten Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern dürfen z. B. zehn Jahre lang jeweils neun Prozent der Aufwendungen als Sonderausgaben abgezogen werden. Beim vermieteten Denkmal lassen sich alle Anschaffungskosten über zwölf Jahre als Werbungskosten geltend machen. Das jeweilige Denkmalamt prüft und bescheinigt, ob das Gebäude nach den landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal ist, ob die Baumaßnahmen nach Art und Umfang zur Erhaltung als Baudenkmal, zu seiner sinnvollen Nutzung oder zur Erhaltung des schützenswerten äußeren Erscheinungsbildes der Gesamtanlage erforderlich waren. Die Bescheinigung umfasst auch die Information, in welcher Höhe begünstigte Aufwendungen angefallen sind.

Sonderabschreibung fürs vermietete oder eigengenutzte Denkmal gibt es aber nur, wenn die Maßnahmen nicht zu einem Neubau führen, etwa aufgrund umfassender Renovierung und Instandsetzung. Diese Einschränkung wendet das Sächsische Finanzgericht jetzt in einem aktuellen Urteil großzügig an (Az. 8 K 1480/09). Liegen nämlich die eigenen vier Wände in einem Gebäude, das nach den landesrechtlichen Vorschriften insgesamt ein Baudenkmal ist, gilt dies für eine darin befindliche Eigentumswohnung entsprechend. Daher fällt auch eine im bisher nicht ausgebauten Dachgeschoss errichtete Wohnung dem Grunde nach unter die steuerliche Förderung in Hinblick auf die Sonder-Abschreibungen. Nach Ansicht der Richter gibt es Besonderheiten in Hinsicht auf die neue Wohnung lediglich bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die AfA, also der Beurteilung der Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Denkmal oder zur sinnvollen Nutzung erforderlich sind.

Welcher begünstigte Aufwand das dem Grunde nach ist, wird nicht im Besteuerungsverfahren beim Finanzamt entschieden, sondern bereits vorab durch Bescheinigung der zuständigen Denkmalbehörde mit der Bindungswirkung in einem Grundlagenbescheid festgestellt. Werden von der Denkmalbehörde bereits begünstigte Aufwendungen aus den Baumaßnahmen für die Eigentumswohnung bescheinigt, kann der Finanzbeamte keine eigenen Ermittlungen mehr vornehmen.

Quelle: Mandantenbrief November 2010, Seite 18
AM


 


Die Steuerberater der Montag Steuerberatungsgesellschaft mbH beraten steuerlich und erstellen für Sie die Erklärungen zur Einkommensteuer (Privatpersonen, freie Berufe, Selbständige, Arbeitnehmer, Rentner), Körperschaftsteuer (Aktiengesellschaft, GmbH), Gewerbesteuer, Umsatzsteuer sowie Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer, Erstellen Lohnabrechnungen, Finanzbuchhaltung, Einnahmenüberschussrechnung, Jahresabschluss, vertreten Sie vor Finanzgericht und im Steuerstrafverfahren und erstellen steuerliche Selbstanzeige bundesweit