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Klage wegen Altersdiskriminierung: Bei offensichtlicher Ungeeignetheit für die Stelle aussichtslos

08.04.10 (Angestellte, Unternehmer)

Wer sich um eine Arbeitsstelle bewirbt, für die er offensichtlich ungeeignet ist, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz wegen Altersdiskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Dies geht aus einem Beschluss des Kölner Landesarbeitsgerichts (LAG) hervor, mit dem die Richter einem 61-jährigen Bewerber mangels Erfolgsaussicht Prozesskostenhilfe für eine solche Schadenersatzklage versagt haben.

Der Kläger hatte sich am 20.05.2009 um eine Stelle als Vertriebsleiter mit 15 unterstellten Mitarbeitern beworben. Vor Gericht behauptete er, die Personalleiterin habe ihm in einem Gespräch im Juli 2009 erklärt, er sei zu alt und passe nicht in das Vertriebsteam.

Das LAG hat seinen Antrag auf Prozesskostenhilfe ab-gelehnt. Es sei davon auszugehen, dass der Kläger für die Stelle offensichtlich ungeeignet gewesen sei, so die Begründung. Denn seinen eigenen Bewerbungsunterlagen zufolge habe er jedenfalls seit 1986 als Selbstständiger ohne Personalverantwortung gearbeitet. Die Stellenanzeige habe aber bereits erworbene Erfahrungen in ähnlicher Position wie der eines Leiters der Vertriebsabteilung verlangt. Dass das Alter bei der Ablehnung tat-sächlich keine Rolle gespielt hat, stand für das LAG auch deshalb fest, weil der Kläger unangemeldet bei der Firma erschienen war, ein Gespräch mit der Personalleiterin gefordert und, ohne das übrige Bewerberfeld zu kennen, behauptet hatte, der bestqualifizierteste Bewerber zu sein. Aus einer solchen Provokation und Selbstüberschätzung habe die Firma nur den Schluss auf die fehlende Eignung ziehen können, so das LAG.

Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 10.02.2010, 5 Ta 408/09

Quelle: Mandantenbrief – April 2010, Seite 12


 


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