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Kosten alternativer Heilbehandlungen in der Steuererklärung

21.10.10 (Mandantenbrief, Verbraucher, Versicherung & Haftung)

Kosten für alternative Heilbehandlungsmethoden können nur dann als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden, wenn der Steuerpflichtige ein im Voraus erstelltes amts- beziehungsweise vertrauensärzliches Gutachten vorlegt, aus dem sich die medizinische Notwendigkeit der entsprechenden Behandlungsmethode ergibt. Dies hat das Finanzgericht (FG) Münster entschieden.

Im Streitfall machten die Kläger Kosten für Lerntherapien bei ihren Kindern, energetische Heilbehandlungen, spirituelle Lebensmanagement-Beratungen sowie für

Feng-Shui-Arbeiten als außergewöhnliche Belastungen geltend. Das Finanzamt ließ die Aufwendungen nicht zum Abzug zu, da die Kläger kein amtsärztliches Attest vorgelegt hätten, das die medizinische Erforderlichkeit der Behandlungen rechtfertige.

Das FG Münster schloss sich der Ansicht des Finanzamts an und wies die Klage ab. Gerade bei umstrittenen wissenschaftlichen Behandlungsmethoden sei ein vorab ausgestelltes amts- beziehungsweise vertrauensärztliches Gutachten notwendig, um erkennen zu können, ob die Kosten den – steuerlich zu berücksichtigenden – Heilbehandlungen oder aber den – steuerlich unbeachtlichen – Gesundheitsförderungsmaßnahmen zuzuordnen seien.

Hinzu komme, dass die Kläger schon nicht nachgewiesen hätten, dass den streitigen Behandlungen überhaupt eine Krankheit zugrunde gelegen habe. Es sei möglich, dass diese nur der Steigerung des körperlichen Wohlbefindens gedient hätten, meinen die Richter.

Finanzgericht Münster, Entscheidung vom 16.06.2010, 10 K 1655/09 E, nicht rechtskräftig, Aktenzeichen beim BFH: IV B 101/10

Quelle: Mandantenbrief Oktober 2010, Seite 28
AM


 


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