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Liebhaberei: Gewerbeimmobilien werden geprüft

07.11.10 (Bauen & Wohnen, Immobilienbesitzer, Mandantenbrief)

Nach der für Steuerzahler günstigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) gilt die Vermutung, wonach bei einer auf Dauer angelegter Vermietungstätigkeit grundsätzlich davon auszugehen ist, dass der Hausbesitzer beabsichtigt, einen Einnahmeüberschuss zu erwirtschaften. Dies schließt die Annahme einer Liebhaberei oder fehlenden Einkunftserzielungsabsicht in der Praxis meist aus. Bei der langfristigen Vermietung von Gewerbeobjekten ist es nach einem aktuellen Urteil des BFH jedoch anders. Hier wird im Gegensatz zu Wohnimmobilien die Einkünfteerzielungsabsicht nicht pauschal vermutet, sondern sie muss im Einzelfall konkret festgestellt werden. Durch diesen Tenor erschweren es die Richter Hausbesitzern, dass Mietverluste vom Finanzamt problemlos anerkannt werden (Az. IX R 49/09).

Im entschiedenen Fall hatte der Eigentümer ein Gewerbeobjekt über vier Jahre hinweg nicht vermietet und davor auch nur Teil sporadisch und unter Wert. Er erzielte erhebliche Werbungskostenüberschüsse und somit Verluste, vor allem wegen Abschreibungen, Grundsteuer und Gebäudeversicherung. Seine Vermietungsbemühungen erfolgten weder mit Nachdruck noch effektiv. In einem solchen Fall muss das Finanzamt die geltend gemachten Werbungskosten mangels hinreichenden Nachweises der Einkünfteerzielungsabsicht nicht anerkennen.

Der BFH begründet diese für private Vermieter von gewerblichen Flächen ungünstige Entscheidung damit, dass der Abzug von Werbungskosten bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung erfordert, dass der Vermieter die Absicht hat, aus der Vermietung auf Dauer einen Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu erzielen. Dies ist bei Gewerbeimmobilien im Einzelfall festzustellen. Bei Zweifeln trifft den Vermieter die objektive Beweislast für das Vorliegen der Einkünfteerzielungsabsicht.

Quelle: Mandantenbrief November 2010, Seite 17
AM


 


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