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Renteneinkünfte: Ruheständler müssen Steuernachzahlungen befürchten

15.11.11 (Ehe, Familie & Erben, Mandantenbrief)

Seit dem 01.10.2009 melden öffentliche und private Rentenkassen, Versorgungswerke und private Versicherer flächendeckend an den Fiskus, was sie seit 2005 an ihre Empfänger ausbezahlt hatten. Daher können die Finanzämter jetzt nicht nur überprüfen, ob die Bezieher von Rentenzahlungen einkommensteuerpflichtig sind, sondern auch die bisherigen Angaben in den Erklärungen kontrollieren. In der Vergangenheit wurden die Steuerakten von Bürgern zumeist nach dem Eintritt in den Ruhestand geschlossen. Das war durch das Alterseinkünftegesetz anders geworden. Finanzämter sind jetzt in der Lage, die möglichen steuerpflichtigen Rentner zur Abgabe einer Erklärung für 2005 bis 2009 aufzufordern. Steuernachzahlungen zuzüglich Zinsen für mehrere Jahre sowie die Festsetzung von Vorauszahlungen für die Zukunft könnten die Folge sein und auf einen Schlag zu hohen finanziellen Belastungen führen.

Die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen haben beispielsweise die Überprüfung der Daten der bislang steuerlich schon erfassten Ruheständler für die Rentenbezüge vergangener Jahre abgeschlossen. Sie startet nun in einer zweiten Phase mit der Auswertung der Rentendaten von Personen, die bisher noch nicht geführt werden. Darauf hat das Finanzministerium in einer Mitteilung vom 01.09.2011 hingewiesen. Die einzelnen Finanzämter in Nordrhein-Westfalen haben zunächst die Mitteilungen der Rentenversicherungsträger mit den Steuererklärungen von rund einer Million Rentnern abgeglichen, die Steuererklärungen für die Jahre 2005 bis 2009 abgegeben haben. Die Folgejahre prüfen die Beamten in diesen Fällen im Rahmen der laufenden Veranlagung. Ab September 2011 beginnt die Finanzverwaltung in NRW nun mit der Überprüfung der Ruheständler, die bisher keine Steuererklärung abgegeben haben. Wenn die Auswertung ergibt, dass gegebenenfalls Steuern zu zahlen sind, werden die Rentner aufgefordert, eine Steuererklärung abzugeben.

Hilfreich ist für Ruheständler in solchen Fällen, alle legalen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das zu versteuernde Einkommen so gering wie möglich zu halten. Hierzu sind aber Belege notwendig. Kommt die Aufforderung zur Erklärungsabgabe erst im Dezember 2011, sind notwendige Nachweise von Aufwendungen zur Steuerminderung wie beispielsweise Belege über Versicherungen, Mitgliedsbeiträge an Vereine oder Spenden sowie Belege über außergewöhnliche Belastungen für die Vergangenheit möglicherweise schon vernichtet oder zumindest nicht mehr auffindbar. Diese negativen Konsequenzen sollten Ruheständler vermeiden, indem sie ihre Nachweise für steuerliche Abzugsposten in jedem Fall aufbewahren. Sofern ab 2005 Nachzahlungen ins Haus stehen, ist die vorzeitige Erklärungsabgabe ratsam.

Denn das Finanzamt berechnet auf Steuerforderungen üppige sechs Prozent Jahreszinsen, die noch auf die Nachzahlung draufgeschlagen wird. Die Zinsberechnung für die Steuererklärung 2010 beginnt dabei erst im April 2012, sodass sich dieser Nachteil bei rechtzeitiger Erklärungsabgabe vermeiden lässt.

Quelle: Mandantenbrief – Oktober 2011, Seite 21
AM


 


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