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Steuerberaterverband gegen internationale Rechnungslegungsstandards IFRS for SMEs

12.06.10 (Mandantenbrief, Unternehmer, Wirtschaft, Wettbewerb & Handel)

Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) warnt Brüssel davor, bei der Überarbeitung des europäischen Bilanzrechts die internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS for SMEs (International Financial Reporting Standards for Small and Medium-Sized Entities) zu übernehmen anstatt die europäischen Richtlinien weiterzuentwickeln. Das europäische Parlament müsse auf die Rechtsentwicklung der Rechnungslegung in Europa Einfluss nehmen können, fordern die Steuerberater. Dies dürfe nicht einem privaten Gremium wie dem International Accounting Standards Board (IASB) überlassen werden, der die IFRS for SMEs erarbeitet habe.

Auch inhaltlich könnten die IFRS for SMEs nicht überzeugen, so der DStV weiter. Sie betonten zu stark den Informationszweck der Rechnungslegung für Investoren. Dieser dürfe aber gerade bei mittelständischen Unternehmen nicht überbewertet werden. Neben dem Informationszweck bilde die Bilanz die Grundlage der Ausschüttungsbemessung und sei so unmittelbar mit der Kapitalerhaltung bei haftungsbeschränkten Gesellschaftsformen verbunden. Ferner werde sie als Grundlage für die Besteuerung herangezogen. Diese Zwecke müssten durch ein einziges Rechenwerk erfüllt werden, da sonst gerade der mittelständischen Wirtschaft enorme Zusatzkosten aufgebürdet würden. Diese Anforderungen erfülle eine IFRS-Bilanz jedoch nicht.

Ein wesentlicher Kritikpunkt des DStV ist, dass die IFRS for SMEs für viele Fälle eine Bilanzierung zu Zeitwerten vorsehen. Dieses so genannte Fair Value-Konzept habe sich in den Ländern, welche es bereits anwenden, in der Finanzmarktkrise als «Brandbeschleuniger» erwiesen, da noch nicht am Markt realisierte Wertsteigerungen von Beteiligungen und Finanzanlagen bereits gewinnerhöhend bilanziert worden seien. Außerdem bieten die IFRS for SMEs laut DStV keine abschließende Lösung für den Ausweis des Eigenkapitals der in Deutschland weit verbreiteten Rechtsform der Personengesellschaft.

Hintergrund: Die Europäische Kommission plant, das europäische Bilanzrecht, das bisher in der vierten EG-Richtlinie geregelt ist, zu überarbeiten. Grund für die Initiative ist, dass die Bilanzierung bisher in Europa sehr uneinheitlich ist. Dies wiederum erschwert eine Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse von Gesellschaften verschiedener Länder. Die gemeinschaftsrechtlichen Regeln geben auch für Deutschland den Gestaltungsrahmen für die nationalen Bilanzierungsvorschriften vor. Mehrere europäische Länder drängen zu einer Einführung der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS for SMEs.

Deutscher Steuerberaterverband, PM vom 26.04.2010

Quelle: Mandantenbrief – Juni 2010, Seite 27


 


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