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Steuererklärung: Wenn Steuerberater und Mandant leichtfertig handeln, hat der Fiskus das Nachsehen

06.02.14 (Tagestipp)

Ein Steuerberater, der bei der Erstellung einer Einkommensteuerklärung den Gewinn seines Mandanten (hier eines Arztes) „leichtfertig fehlerhaft“ ermittelt, ist nicht „Täter“ einer leichtfertigen Steuerverkürzung, da er selbst keine unrichtigen Angaben gegenüber dem Finanzamt gemacht hat. Und das leichtfertige Handeln ist dem Steuerzahler (also dem Arzt) auch nicht zuzurechnen, so dass die Voraussetzungen für die – sonst in ähnlichen Fällen fällige – Verlängerung der Festsetzungsfrist von vier auf fünf Jahre vorliegen. (Hier ging es um einen irrtümlich doppelt angesetzten Verlust in der Steuererklärung und daraus folgend in der Festsetzung der Einkommensteuer, was dem Arzt bei seiner Unterschrift unter die Steuererklärung auch nicht aufgefallen war. Als das Finanzamt den Fehler bemerkte, stellte es einen neuen Steuerbescheid aus – zu spät, da die vierjährige Festsetzungsfrist inzwischen abgelaufen war. (BFH, VIII R 27/10) (In einem ähnlichen Fall gab es eine andere Beurteilung durch den BFH – mit der Anerkennung der Verlängerung der Frist. – AZ: VIII R 32/11 vom 20.10.2013 + 23.07.2013)


 


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