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Steuerfreie Einnahmen: Einsatz der Ehrenamtspauschale

23.09.11 (Arbeit, Ausbildung & Soziales, Mandantenbrief)

Durch das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerlichen Engagements wurde 2007 eine neue Pauschale fürs Ehrenamt vom 500 Euro im Jahr eingeführt. Dieser kann für jede Art von Tätigkeit für gemeinnützige Vereine, Verbände oder öffentliche Einrichtungen in Anspruch genommen werden, zum Beispiel für eine Tätigkeit als:

• Vereinsvorstand,
• Schatzmeister,
• Platz- oder Gerätewart,
• Reinigungsdienst und
• Fahrdienst von Eltern zu Auswärtsspielen von Kindern.

Die Tätigkeit der Amateursportler ist nicht begünstigt. Doch diese Einschränkung gilt nicht für die Vergütungen an ehrenamtlich tätige Schiedsrichter im Amateurbereich des Sports. Sie dürfen in die Freibetragsregel einbezogen werden, worauf jetzt das Finanzministerium Schleswig-Holstein durch zwei Erlasse hinweist. Nur was über dieser Schwelle liegt, muss versteuert werden (Az. VI 311 – S 2342 – 117 und VI 307 – S 2240 – 159). Hintergrund für dieses gewährte Privileg ist, dass Schiedsrichter im Amateurbereich nicht als Amateursportler im weiteren Sinne einzuordnen sind. Sie fördern vielmehr durch ihre Tätigkeit steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Sie können somit den Freibetrag in Anspruch nehmen, wenn sie auch die übrigen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Die Ehrenamtspauschale ist an die Voraussetzungen geknüpft, dass die Tätigkeit der Förderung von gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Organisationen dienen muss. Zudem darf sie nur nebenberuflich ausgeübt werden. Eine Tätigkeit wird nebenberuflich ausgeübt, wenn sie – bezogen auf das Kalenderjahr – nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs in Anspruch nimmt. Eine Tätigkeit wird nicht nebenberuflich ausgeübt, wenn sie als Teil der Haupttätigkeit anzusehen ist.

Hinsichtlich der Besteuerung von Zahlungen und Aufwandsentschädigungen an Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten für die Leitung von Fußballspielen unterscheidet die Finanzverwaltung in zwei verschiedene Gruppierungen. Bei den Zahlungen handelt es sich um

1. sonstige private Einkünfte, wenn der Einsatz der Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten ausschließlich auf nationaler Ebene vom DFB einschließlich der Landes- und Regionalverbände bestimmt wird.

2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb, wenn die Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten darüber hinaus auch international für die UEFA oder die FIFA oder in anderen ausländischen Ligen (zum Beispiel die Stars-League-Katar) eingesetzt werden. Werden Schiedsrichter auch für Werbezwecke tätig, erzielen sie ebenfalls Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Da sie hieraus jedoch in der Regel keine sechsstelligen Umsätze im Jahr erzielen, müssen sie meist keine Bilanz aufstellen und die Buchführung darf auch entfallen.

Quelle: Mandantenbrief – September 2011, Seite 17
AM


 


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