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Stiftung: Nur vorzeitige Gelder bringen Steuerabzug

10.10.10 (Alle Steuerzahler, Mandantenbrief)

Zuwendungen an eine gemeinnützige Stiftung lassen sich bis zu einer Million Euro als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer als Sonderausgaben absetzen. Bei Bürgern mit hoher Progression sorgt das im Ergebnis dafür, dass sie nach Abzug der Steuerersparnis netto nur rund die Hälfte des Stiftungsvolumens selbst aufwenden müssen. Dabei gehen die Zuwendungen ohne Belastung mit Erbschaft- oder Schenkungsteuer auch nach der Reform 2009 über und die Mittel können anschließend in voller Höhe für die erwünschten Förderzwecke eingesetzt werden. Das macht sich besonders bezahlt, wenn keine Kinder oder Enkel vorhanden sind. Denn bei entfernten Verwandten und sogar bei Neffen oder Geschwistern greift der Fiskus selbst bei kleinem Vermögen drastisch zu, da es nur einen Mini-Freibetrag von 20.000 Euro gibt.

Das in die Stiftung eingebrachte Vermögen kann hingegen weiterhin ohne Belastung Erträge abwerfen und wachsen. Auf erhaltene Kapital- und Mieteinnahmen sowie Firmen- und Kursgewinne werden weder Gewerbe- noch Körperschaftsteuer erhoben, der Bruttobetrag steht zur Finanzierung von Projekten zur Verfügung. Das kann per Saldo zu einer besseren Vermögensmehrung als bei üblichen Nachfolgeregelungen führen. Denn zuerst einmal werden Erbschaftsteuer eingespart und üppige Sonderausgaben vom eigenen Einkommen abgezogen. Hinzu kommt dann, faktisch als Zusatzeffekt, die Förderung der Gemeinnützigkeit.

Allerdings gelingt der Sonderausgabenabzug von bis zu einer Million Euro nach dem Urteil vom Finanzgericht Hamburg nicht mehr, wenn die Mittel laut Testament erst unmittelbar nach dem Tod an eine gemeinnützige Stiftung fließen sollen (Az. 3 K 242/08): Bei den Sonderausgaben gilt nämlich das Abflussprinzip, wonach Gelder in dem Jahr steuerlich zählen, in dem sie tatsächlich überwiesen werden. An dieser Voraussetzung fehlt es bei der Stiftungszuwendung aus Anlass des Todes, da der Erblasser in einem solchen Fall selbst keine Ausgabe leistet und wirtschaftlich somit nicht mehr belastet ist.

Das Vermögen geht erst mit dem Erbfall auf die Stiftung über, fließt also nicht mehr zu Lebzeiten ab. Dies gilt unabhängig davon, ob die gemeinnützige Stiftung bereits besteht oder anlässlich des Todes des Erblassers erst neu gegründet wird.

Hinweis: Das Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften wird der Anwendungsbereich auf Stiftungen im EU- und EWR-Raum erweitert. Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke sind nunmehr in offenen Fällen auch dann als Sonderausgabe abziehbar, wenn die Spende an eine Stiftung geleistet werden, die im EU- oder EWR-Raum ansässig ist und die dortige Einrichtung von der Körperschaftsteuer befreit wäre, sofern sie inländische Einkünfte erzielen würde.

Quelle: Mandantenbrief September 2010, Seite 4
AM


 


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