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Unbebautes Grundstück: Einkünfteerzielungsabsicht muss erkennbar sein

19.10.10 (Immobilienbesitzer, Mandantenbrief)

Grundsätzlich können auch Aufwendungen für ein unbebautes Grundstück als vorab entstandene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden. Dies setzt allerdings voraus, dass ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang mit einer Bebauung des Grundstücks und einer anschließenden Vermietung des Gebäudes besteht. Dafür muss der Wille, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, aus äußeren Umständen erkennbar und in ein konkretes Stadium getreten sein.

Der Steuerpflichtige müsse seine erkennbare Bauabsicht nachhaltig zu verwirklichen suchen, betont das Finanzgericht (FG) München. Ein Abzug sei von dem Zeitpunkt an gegeben, zu dem sich anhand objektiver Umstände feststellen lasse, dass der Entschluss, Einkünfte einer bestimmten Einkunftsart zu erzielen, endgültig gefasst worden sei.

Die Bebaubarkeit eines Grundstücks sei ein Indiz, das im Rahmen der Gesamtwürdigung aller gegebenen Umstände für einen wirtschaftlichen Zusammenhang von vorab entstandenen Grundstücksaufwendungen mit etwaigen späteren Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sprechen könne. Verbleibende Zweifel gehen laut FG aber zu Lasten des Steuerpflichtigen. Denn diesen treffe die objektive Beweislast für das Vorliegen der Einkünfteerzielungsabsicht.

In dem zugrunde liegenden Fall hatte ein Steuerpflichtiger für sechs Jahre Aufwendungen für sein unbebautes Grundstück als vorab entstandene Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht. Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht an. Die hiergegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg.

Das FG hielt unter anderem die vom Kläger vorgelegten Bankunterlagen nicht für ausreichend zum Nachweis der Einkünfteerzielungsabsicht. So sei aus einem Schreiben der Bank hervorgegangen, dass es um die Finanzierung eines unbebauten Grundstücks gegangen sei, für das keine Pläne hinsichtlich einer Bebauung in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Finanzierungsanfrage bestanden hätten. Das Schreiben habe darauf hingedeutet, dass es um eine Um- oder Anschlussfinanzierung für das unbebaute Grundstück und nicht um die Finanzierung eines Bauprojekts gegangen sei.

Finanzgericht München, Urteil vom 16.12.2009, 10 K 3037/08

Quelle: Mandantenbrief Oktober 2010, Seite 9
AM


 


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