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Urlaubsgeld und Finanzamt

01.09.10 (Angestellte, Mandantenbrief)

Zahlt der Arbeitgeber mit dem Juligehalt auch das alljährliche Urlaubsgeld aus, interessiert dies auch den Fiskus sowie die Sozialversicherungen. Denn das Urlaubsgeld 2010 unterliegt bei Auszahlung in voller Höhe der Lohnsteuer und Sozialabgaben fallen ebenfalls an. Eine Besonderheit gibt es, sofern der Angestellte einen Ausgleich für den nicht genommenen Urlaub erhält. Hier kommt eine Tarifermäßigung in Betracht, wenn es um eine Abfindung für mehrere Jahre geht.

Generell verbleibt netto aber meist wenig vom Extrageld, das der Chef tariflich oder freiwillig für die Erholung auszahlt. Wird das Gehaltsextra prozentual vom normalen durchschnittlichen Lohn berechnet, spielt es fürs Finanzamt keine Rolle, ob Teile dieser Grundbasis steuerfrei bleiben. So ist auch das auf Nacht- oder Feiertagszuschläge entfallende Urlaubsgeld voll steuerpflichtig. Denn die Freiheit gewährt der Fiskus nur, wenn tatsächlich an ungewöhnlichen Zeiten gearbeitet wird. Das hatte der Bundesfinanzhof jüngst entschieden (Az. I R 25/08).

Bei unbezahltem Urlaub, etwa wegen Verwandtenbetreuung oder längerem Besuch in der Heimat, entfällt eine Besteuerung mangels Geldzufluss. Das hat den Vorteil, dass die Lohnsteuer für „halbe“ Monate nur gering ausfällt. Nimmt der Angestellte zum Beispiel vom 16. bis zum 30. eines Monats unbezahlten Urlaub, bemisst sich die Steuer nur vom halben Normallohn und kann hierdurch sogar ganz ausfallen. In der Sozialversicherung bleibt das Beschäftigungsverhältnis für einen Monat weiter erhalten. Dauert die unbezahlte Pause hingegen länger, endet die Mitgliedschaft in der Kranken- und Pflegeversicherung, der Urlauber ist abzumelden. Er sollte dann eine freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung abschließen.

Keine Besonderheit gibt es im Baugewerbe durch die Zusatzversorgung. Hier fließen den Bauarbeitern Gelder aus der Urlaubskasse zu, die aber ebenfalls normal versteuert werden. Das gilt auch für eine gezahlte Entschädigung für verfallende Urlaubsansprüche.

Die Firma kann die Abgaben für das Urlaubsgeld auch aus eigener Tasche übernehmen. Will sich der Chef großzügig zeigen, zahlt er eine pauschale Lohnsteuer und die sommerliche Unterstützung dann netto an die Mitarbeiter aus. Hierfür müssen im Betrieb aber mindestens 20 Mitarbeiter Urlaubsgeld erhalten.

Die zusätzliche Leistung des Arbeitgebers steht der Belegschaft nur zu, wenn sich der Anspruch auf Urlaubsgeld aus einem Tarif- oder Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergibt. Allerdings kann sich ein Zahlungsanspruch auch daraus ergeben, dass der Chef das Urlaubsgeld freiwillig bereits drei Jahre hintereinander vorbehaltlos gezahlt hat. Teilzeitkräfte können ein zusätzliches Urlaubsgeld fordern, wenn es ihnen zwar nicht vertraglich zugesichert wurde, aber die Vollbeschäftigten des Betriebes die Zusatzleistung des Arbeitgebers bekommen. Urlaubsgeld wird meist in Festbeträgen oder in Prozentsätzen vom Gehalt gezahlt. Auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit kann eine Rolle spielen.

Quelle: Mandantenbrief – August 2010, Seite 11
AM


 


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