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Vierbettzimmer darf mit Doppelbett und zwei Zustellbetten ausgestattet sein

07.06.10 (Mandantenbrief, Verbraucher, Versicherung & Haftung)

Wer ein Vierbettzimmer gebucht hat, kann nicht deswegen eine Minderung des Reisepreises verlangen, weil das Zimmer nur mit einem Doppelbett und zwei Zustellbetten ausgestattet ist. Das gilt nach einem Urteil des Münchener Amtsgerichts (AG) zumindest dann, wenn das Schlafzimmer ausreichend geräumig war, um die beiden zusätzlichen Betten unterzubringen.

Drei Erwachsene und ein Kind hatten für rund 3.500 Euro eine vierzehntägige Urlaubsreise ins ägyptische Hurghada gebucht. Die Unterbringung sollte in einem Bungalow des Hotels mit einem Schlafzimmer zur Gartenseite erfolgen. Als die Reisenden in Hurghada ankamen, fanden sie in dem Schlafzimmer ein Doppelbett vor. Darüber hinaus wurden ihnen zwei Einzelbetten hinzugestellt.

Nach ihrer Rückkehr verlangten sie eine Reisepreisminderung von 50 Prozent sowie Schadenersatz wegen entgangener Urlaubszeit in Höhe von 1.500 Euro. Sie hätten durch die zwei zusätzlichen Einzelbetten wie in einer Sardinenbüchse gelegen. Das Reisebüro hielt die Ausstattung dagegen für vertragsgerecht. Da es nicht zahlen wollte, zogen die Kläger vor das AG München. In dem Verfahren machten sie weitere Mängel der Reise geltend. Man habe vor Bereitstellung der zwei Einzelbetten eine Notübernachtung vornehmen müssen. An der Rezeption habe man lange warten müssen. Die Zimmer seien nicht richtig sauber zu machen gewesen. Außerdem seien sie durch Baulärm stark belästigt worden.

Ihre Klage hatte dennoch keinen Erfolg. Das AG verneinte zunächst einen Minderungsanspruch wegen des angeblich zu engen Bungalows. Ausweislich der Reisebestätigung schulde das Reiseunternehmen einen Bungalow mit einem Schlafzimmer zur Gartenseite, in dem vier Personen übernachten könnten. Dabei können die Kläger nach Ansicht des Gerichts nicht erwarten, ein Schlafzimmer mit zwei Doppelbetten zu erhalten. Die zusätzliche Ausstattung des Schlafzimmers mit zwei Zustellbetten sei daher als vertragsgerecht anzusehen. Die vorgelegten Fotos zeigten auch, dass die Schlafzimmer ausreichend geräumig gewesen seien, um die beiden zusätzlichen Betten unterzubringen.

Den Vortrag der Kläger zum Baulärm hielten die Richter für nicht ausreichend. Die pauschale Behauptung, es sei laut gewesen, sei zu wenig. Die anderen Mängel seien in der Anspruchsanmeldung bei dem Reisebüro, die innerhalb eines Monats erfolgen müsse, nicht erwähnt.

Amtsgericht München, Urteil vom 22.10.2009, 113 C 11690/09, rechtskräftig

Quelle: Mandantenbrief – Juni 2010, Seite 27


 


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