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Werbungskosten: Fahrten zu mehreren Filialen sind keine Dienstreisen

05.03.10 (Angestellte)

(Val) Erstreckt sich die Zuständigkeit eines angestellten Regionalleiters auf mehrere Niederlassungen in einem weiträumigen Gebiet, handelt es sich nicht um Dienstreisen. Daher kann er die Fahrt von der Wohnung zur ersten am Arbeitstag aufgesuchten Filiale und die Rückfahrt von der zuletzt aufgesuchten Niederlassung nach Hause nur mit der Entfernungspauschale und nicht mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer absetzen. Nach dem Urteil vom Finanzgericht München gilt das auch dann, wenn der Arbeitnehmer die Filialen nur in unregelmäßigen Zeitabständen aufsucht. Dennoch liegen regelmäßige Arbeitsstätten vor, so als würde er stets ins gleiche Büro fahren (Az. 2 K 4031/06).

Die Pendlerpauschale gibt es laut Gesetz für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Hierunter fällt jede betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, der ein Arbeitnehmer zugeordnet ist und die er fortdauernd und immer wieder aufsucht. Dabei ist es nicht von Belang, in welchem zeitlichen Umfang er an dieser Arbeitsstätte beruflich tätig wird.

Daher spielt es keine Rolle, dass die Filialen je nach Arbeitsanfall und daher nicht immer in demselben zeitlichen Umfang oder im selben Turnus aufgesucht werden. Für eine Arbeitsstätte ist es nämlich nicht erforderlich, dass die täglich aufgesucht wird. Entscheidend ist vielmehr, dass es zur Erfüllung des Aufgabenkreises des Arbeitnehmers gehört, an jeder der ihm zugeordneten Filialen fortdauernd in unregelmäßigen Zeitabständen vor Ort zu sein.

Zwar muss der Regionalleiter aufgrund seines räumlich ausgedehnten Tätigkeitsbereichs ähnlich beweglich sein wie ein Arbeitnehmer mit Einsatzwechseltätigkeit. Gleichwohl gibt es im Einkommensteuergesetz keine entsprechende Differenzierung, sondern auch bei Vorliegen mehrerer regelmäßiger Arbeitsstätten lassen sich nur Fahrtkosten für jeden Entfernungskilometer absetzen. Soweit der Arbeitnehmer jedoch darüber hinaus Fahrten zwischen den einzelnen Niederlassungen und zu anderen Tätigkeitsorten vorgenommen hat, handelt es sich insoweit um Dienstreisen. Dann sind die Fahrtkosten zu berücksichtigen, sofern die nicht vom Arbeitgeber getragen worden sind. Denn Fahrten zwischen regelmäßigen Arbeitsstätten sind Dienstreisen mit der Folge, dass dem Arbeitnehmer entstandene Aufwendungen als Werbungskosten geltend gemacht werden können.

Das gilt grundsätzlich auch, wenn der Chef dem Mitarbeiter einen Firmenwagen zur Verfügung stellt. Absetzbar sind die Fahrtkosten aber dann nur, wenn der Geldwerte Vorteil nach der Fahrtenbuchmethode ermittelt wird. Das hatte jüngst der Bundesfinanzhof entschieden (Az. VI R 57/06).

Quelle: Mandantenbrief März 2010, Seite 11


 


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