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Werbungskosten: Preis für einen Drucker lässt sich nicht sofort absetzen

20.10.10 (Tagestipp)

Der Computer ist ein Arbeitsmittel und damit in vollem Umfang als Werbungskosten absetzbar, wenn er so gut wie ausschließlich beruflich genutzt wird und die private Mitbenutzung von nur untergeordneter Bedeutung ist. Wird der PC sowohl beruflich als auch privat genutzt, sind die Aufwendungen entsprechend aufzuteilen und mit dem beruflichen Nutzungsanteil steuerlich absetzbar. Bei beruflicher Nutzung ab 90 Prozent können alle Aufwendungen abgesetzt werden. Dies trifft bei Arbeitnehmern zu, die den heimischen PC neben einiger privater Korrespondenz und dem Online-Banking ausschließlich für den Job verwenden. Hier ist keine Zeiterfassung benötigt, sämtliche im Jahr angefallenen Aufwendungen werden einfach dem Posten Werbungskosten zugeschlagen. Dies gilt etwa bei Außendienstmitarbeitern mit einem Laptop oder wenn auf dem heimischen PC dieselbe betriebliche Software wie im Büro läuft. Ist die berufliche Nutzung geringer, muss dem Finanzamt der maßgebliche Anteil nachgewiesen oder zumindest plausibel gemacht werden.

Bei einem PC, der netto mehr als 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) gekostet hat, ist der Kaufpreis auf einen Zeitraum von drei Jahren zu verteilen. Im Jahr der Anschaffung ist die Jahres-AfA nur noch zeitanteilig absetzbar, und zwar für jeden Monat exakt mit einem Zwölftel. Kostet der PC weniger als 411 Euro, können sämtliche Kosten sofort als Werbungskosten abgesetzt werden.

Monitor, Drucker und Scanner sind hingegen selbstständig bewertungsfähige Wirtschaftsgüter, die über die Nutzungsdauer abzuschreiben sind. Denn die Sofortabschreibung für Geräte unter 410 Euro ist nur dann zulässig, wenn diese selbstständig nutzungsfähig sind. Dies aber nach dem am 13. Oktober 2010 vom Bundesfinanzhof veröffentlichten Urteil beim Drucker und ähnlichen Peripherie-Geräten wie Monitor und Scanner nicht der Fall (Az. III R 70/08). Deshalb können die Kosten nicht sofort abgesetzt werden, sondern müssen separat über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die beträgt beim Drucker drei Jahre.

Peripherie-Geräte einer Computer-Anlage sind in der Regel zwar selbständig bewertungsfähig, aber nicht selbständig nutzungsfähig und damit keine geringwertigen Wirtschaftsgüter. Denn die einzelnen Komponenten einer PC-Anlage sind ihren technischen Eigenschaften nach auf ein Zusammenwirken angelegt und verlieren mit einer Trennung von den übrigen Geräten regelmäßig ihre eigene Nutzungsfähigkeit.

Wird beispielsweise im Dezember 2010 ein Drucker zum Preis von 150 Euro gekauft, beträgt die Jahres-AfA 50 Euro. In 2010 lassen sich hiervon aber nur vier Euro als Werbungskosten absetzen.


 


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